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Gasversorgung

Zu Systemen der Gasversorgung zählen u. a. Anlagen zur Energiegewinnung und Speicherung, sowie Verteilungs- und Transportsysteme.
Zu den Transport- und Verteilungsanlagen gehören sowohl die Verteilungsnetze der Gasversorgungsunternehmen bzw. der Netzbetreiber, die der Versorgung von Haushalten und Gewerbe- und Industriebetrieben mit Prozessgas dienen, als auch die Verteilungsnetze innerhalb von Industriebetrieben.

Diese bestehen im Allgemeinen aus

- der Anschlussleitung an das Netz des Gasversorgungsunternehmens,
- den Gas-Druckregel- und –Messanlagen in der Übernahmestation und  ggf. weiteren Stationen,
- den erd- und freiverlegten Gasleitungen mit ihren Installationen und Anschlussleitungen in den Betriebsstätten und den Hausinstallationsleitungen für Heizung, Warmwasseraufbereitung und Kochen in Verwaltungs- und Sozialgebäuden.

Gas-Druckregel- und –Messanlagen haben die Funktion Gasrohrnetze unterschiedlicher Druckstufen sicher miteinander zu verbinden und die durch Verbrauchseinrichtungen abgenommenen Gasmengen exakt zu erfassen.
Sie müssen vom Betreiber oder durch ihn Beauftragte so geplant, errichtet und in Betrieb genommen werden, dass sie diese Funktion ordnungsgemäß erfüllen. Dabei ist sicherzustellen, dass die Regeln der Technik und die geltenden behördlichen Vorschriften und Bestimmungen beachtet werden.

Der aktuelle Stand der Technik wird im Allgemeinen durch Normen abgebildet. Auf europäischer Ebene, im Bereich der Gasversorgung durch funktionale Normen des Technischen Komitees CEN/TC 234.
Funktionale Normen spezifizieren die Funktion von technisch komplexen Systemen, wobei Funktion bedeutet: "die Arbeit oder Tätigkeit, für deren Ausübung etwas ausgelegt wurde". Die funktionalen Normen für die Gasversorgung enthalten allgemeine Grundsätze, und zwar in Form von Empfehlungen, Anforderungen sowie anerkannten Verfahrensweisen, und decken die vielen Tätigkeiten im Zusammenhang mit Planung und Bau von Gasversorgungssystemen, ihrem einwandfreien Betrieb sowie ihrer Instandhaltung ab. Der Ausdruck „funktional“ bezieht sich also in weitestem Sinne auf alle technischen und betrieblichen Tätigkeiten, die notwendig sind, damit Gasversorgungssysteme ihren Zweck der sicheren, kontinuierlichen und zuverlässigen Versorgung erfüllen.

Der Geltungsbereich der funktionalen europäischen Normen gestattet die Koexistenz detaillierter und ergänzender Normen sowie allgemein anerkannter Regeln der Technik, die in Übereinstimmung mit den jeweiligen nationalen rechtlichen Anforderungen und dem Sicherheitsverständnis der Gasversorgungssysteme stehen.

Daher sollten diese funktionalen Normen nur in Verbindung mit den nationalen Normen bzw. Technischen Regeln angewendet werden.
Beim Auftreten von Widersprüchen aufgrund restriktiverer Anforderungen in nationalen Gesetzen/Vorschriften ist diesen Vorrang einzuräumen. Restriktivere Anforderungen können beispielsweise zu bautechnischen Ausführungen oder der Befähigung des mit der Herstellung beauftragten Unternehmens existieren.
Darüber hinaus sind auch die nationalen Arbeitsschutzvorschriften zu beachten.